In der vergangenen Woche lud uns Creative Assembly nach London ein, um bei einem großen Entwicklerevent im British Museum als einzige deutsche Community einen Blick auf die kommenden Total War-Spiele zu werfen. Neben dem neuen Total War Battles: Kingdom (hier unsere Vorschau dazu) konnten wir auch erstmals einen Blick auf Total War: Arena werfen und uns in den großen Schlachten mit insgesamt 20 Teilnehmern austoben.

Wie unser Eindruck des Spiels ist, erfahrt ihr in diesem Artikel. Zudem haben wir für euch die ersten Screenshots aus der Alpha-Version des Spiels.

Event zu Total War: Arena - Creative Assembly

Bei Total War: Arena handelt es sich um ein Free-2-Play Multiplayer-Titel, bei dem ihr euch in großen Schlachten im Stil der Total War-Serie behaupten müsst. Neu ist dabei, dass jeweils zwei Teams mit zehn Spielern gegeneinander antreten.

Zunächst wählt sich jeder Spieler eine historische Persönlichkeit als Anführer aus. Dies können beispielsweise Caesar, Alexander der Große, Germanicus oder Leonidas sein. Jeder dieser historischen Charaktere besitzt seinen eigenen Kampfstil, besondere Fähigkeiten und stellt auch unterschiedliche Truppen zur Verfügung. Leonidas schickt seine kampferprobten Spartaner in den Kampf, Caesar greift natürlich auf die römischen Legionäre zurück. Vor jedem Kampf könnt ihr euren Anführer frei auswählen.

Anführer in Total War: Arena

Ist euer Anführer gewählt, stellt ihr eure Truppen zusammen. Jeder Spieler übernimmt dabei die Kontrolle von drei Einheiten. Dies können Nah- oder Fernkämpfer, Kavallerie oder auch Artillerie sein. Hier sind bereits strategische Aspekte notwendig, denn jeder Spieler sollte am Ende eine gewisse Rolle einnehmen: ist er eher in der Offensive aktiv um den Feind anzugreifen oder wird er in der Defensive zur Verteidigung der eigenen Basis benötigt? Über einen Chat oder wahlweise via externen Teamspeak können sich die Spieler abstimmen.

Die Einheiten besitzen dabei verschiedene Level. Je öfter und erfolgreich ihr Schlachten absolviert, desto mehr Erfahrungspunkte und Gold bzw. Silber erhalten eure Anführer, mit denen bessere Truppen freigeschaltet werden können. Dies sind dann nicht nur modernere, sondern vor allem auch schlagfertigere Soldaten mit spezialisierten Fähigkeiten, die ihr dann ins Schlachtgetümmel schicken könnt.

Sind alle Spieler bereit, kommt es zur Positionierung der eigenen Truppen auf der Kampagnenkarte. Bei unseren Schlachten in Total War: Arena standen bisher zwei Kampfgebiete bereit: eine große bewaldete Berglandschaft und ein Kampf innerhalb einer Stadt. Wie viele Kampfgebiete es später geben wird, ist noch unklar. Jedem Team stehen mehrere Startpositionen für die Einheiten bereit, wo die einzelnen Spieler ihre drei Einheiten platzieren können. Dann kann es auch schon losgehen.

Das Schlachtfeld in Total War: Arena

Ziel ist es, entweder das Camp des Feindes zu erobern oder nach Ablauf der Zeit mehr Truppen als der Gegner zu besitzen. Natürlich könnt ihr den Feind auch komplett vernichten und so das Spiel gewinnen. Die Steuerung eurer Einheiten ist identisch mit der Steuerung aus den Total War-Spielen. Mit einem Rechtsklick befehligt ihr den Marsch oder Angriff. Mit den Tasten 1, 2, 3 könnt ihr schnell eure jeweiligen Einheiten auswählen.

Spiel-Screenshot zu Total War: Arena

Dadurch, dass jeder Spieler nur drei Einheiten kontrolliert, wird das gemeinsame, taktische Vorgehen massiv gefördert, ohne dass es einen wirklich stört. Wir waren mit unseren drei Einheiten, die wir im Auge haben müssen, zumindest durchaus ausgelastet. Die Kommunikation untereinander kann via Chat erfolgen. Einfacher ist es natürlich via Teamspeak oder – wie in unserem Fall – wenn alle Spieler gleich nebeneinander sitzen und man sich so noch Anweisungen zurufen kann. Ein weiteres Kommunikationsmittel stellt euch das Spiel auch zur Verfügung: ihr könnt Markierungen auf den Boden zeichnen und so Formatierungen, Laufrichtungen oder Hinterhalte aufzeichnen. Diese sehen natürlich nur eure Teamkameraden. Damit ist es sehr einfach, Angriffs- und Verteidigungsstrategien darzustellen und umzusetzen. Via Shortcodes könnt ihr euch zudem eine Übersicht eures Teams anzeigen lassen und so sehen, wie es um die Truppen der anderen bestellt ist. Sollten eure drei Einheiten komplett vernichtet sein, könnt ihr dem weiteren Schlachtverlauf als Zuschauer verfolgen.

Spiel-Screenshot zu Total War: Arena

Ihr könnt während der Schlacht nicht das gesamte Kampffeld überblicken. Auch in Total War: Arena habt ihr eine Art Sichtlinie, bis zu der ihr nur feindliche Truppen sehen könnt. Alles andere ist in ein dunkles Grau eingefärbt, das euch nur noch die Landschaft darstellt. Einheiten können sich auch beispielsweise in Wäldern verstecken und so Hinterhalte legen.

Spiel-Screenshot zu Total War: Arena

Unser Ersteindruck

Uns gefällt Total War: Arena überraschend gut. Nach der ersten Ankündigung hatten wir doch einige Zweifel, vor allem wie es sich spielt, nur drei Einheiten zu kontrollieren. Nachdem wir einige Online-Schlachten absolvierten (und dabei einige Creative Assembly-Mitarbeiter vernichtet haben – haha!) haben sich diese Zweifel jedoch gelegt. Die Schlachten sind sehr unterhaltsam und abwechslungsreich. Dadurch, dass wir immer mit anderen Spielern in einem Team sind und theoretisch auch immer andere Truppen kontrollieren, ist eine große Vielfalt vorhanden, die durchaus auch auf längere Zeit für Spielspaß sorgt. Auch optisch bekommt man einiges geboten.

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